Das Grummeln im Bloggerwald: Die FAZ und die Blogs

Heute nachmittag erreichte mich der neue Blogartikel von Abendfarben-Cheftexter Tom.

Und der sonst so besonnene und liebenswerte Tom rumpelt dort sogleich richtig los. Blogs sind dem Tode geweiht. Sagt zumindest ein Herr bei der FAZ.

Offensichtlich hat Herr Spehr einige Weiterentwicklungen im Bereich Blogs verschlafen. Bloggertreffen zum Beispiel. Oder Werbeagenturen die sich zunehmend auf Blogs als Mittel des Marketings spezialisieren. Oder Vereinsgründungen.

Die Bloggerszene ist auch außerhalb der Modeszene stark vernetzt. Foodblogger. Techblogger. Politblogger. Lifestyleblogger. Blogger für Persönlichkeitsentwicklung. Reiseblogger.
Und sicherlich habe ich noch manche Themen vergessen.

Was dem Herrn vom Printmedium allerdings auch schon aufgefallen ist:
Die Professionalisierung der Blogger geht immer weiter.

Es gibt nicht (mehr) nur Hobbyblogger. Die Anzahl derer, die erkannt haben das ein Blog ein hervorragendes Medium für Eigenmarketing wächst. Zudem kommen auch immer mehr professionelle Schreiber auf den Geschmack zu bloggen. Denn es gibt dann keinen Chefredakteur der die eigene Meinung absägen kann. Keine innerredaktionelle Zielvorgabe der Botschaft.

Mittlerweile ist es so, dass die Leser wegen der Persönlichkeit der Blogger wiederkommen. Neben den oft gut recherchierten Inhalten.
Solche Inhalte bekommt man auch bei den Onlineangeboten der großen Zeitungen, doch der Autor selbst geht dabei unter. Außer natürlich, wenn ein Printredakteuer selbst anfängt im Verlagswesen zu bloggen.

Werter Herr Spehr, warum wird auf http://blogs.faz.net/gebloggt, wenn Sie selbst als Redakteuer in der Sparte Technik & Motor als Wirtschaftsjournalist Blogs für tot erklären?

Jetzt wirds persönlich.
Lieber Herr Spehr, mir ist bewusst, dass Blogger eine durchaus ernstzunehmende alternative Informationsquelle zu den bereits renommierten Zeitungen sind. Zu diesen zähle ich auch die F.A.S..
Warum aber nehmen sie sich ausgerechnet einen anderen Techblogger als Ziel. Aus der Reihe der zahlreichen PreisgewinnerInnen?

Ich als ahnungsloser, der Sie nicht kennt fragt sich dann:
Ist es das Ego, welches sich da gekränkt fühlt? Das nicht Sie als renommierter Mitarbeiter einer angesehenen Zeitung einen Preis bekommen haben?
Anders kann ich mir zur Zeit diesen Artikel von Ihnen nicht erklären. Denn andere Journalisten haben es auch geschafft, mit dem nötigen Respekt über die Verleihung von Preisen an Blogger zu berichten.

Leider habe ich gerade erst gesehen, dass Ihr Artikel bereits im Februar erschienen ist.
Was mich aber noch mehr an ihrer Position irritiert. Gerade im Jahr 2015 knallte es so sehr, wegen einem Blog, dass selbst alle deutschen Medien, sowie internationale Medien darauf aufmerksam wurden. Sie erinnern sich noch an die „Netzpolitik-Affäre“?
In der ein Blogeintrag es soweit brachte, dass ein Generalbundesanwalt zurücktrat und es eine wochenlange Diskussion um die Pressefreiheit in Deutschland gab.

Leider muss ich als Hobbyblogger, welcher vom journalistischen Handwerk keine Ahnung hat, für mich als Pointe feststellen:
Falls dieser Artikel nicht nur Aufmerksamkeit generieren sollte, so war er doch mindestens schlecht recherchiert.

Blogs verändern sich vielleicht, aber Totgesagte leben bekanntlich länger.

Und wenn wir gerade eh schon bei dem Thema sind: Hier ein Aufruf an die Blogger

Gehabt euch wohl
Gruß Jan

Posted in Politik.

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Hält überflüssige Worte für eben genau das. Daher erscheint hier ein Beitrag nur dann, wenn Worte auch gesagt werden wollen.

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