Drei Tage Muskelkater – Ein kurzer Rückblick

Moin zusammen,

ich bin gerade im ICE nach Süden unterwegs und ziemlich begeistert vom WiFIOnICE. Bloggen bei 200 km/h finde ich schon mal sehr nett. Das aber nur als kleine Randnotiz. Gehen soll es hier heute nämlich um die Operation Donnerfaust.

Letzten Montag hab ich, wie bereits im letzten Artikel angedeutet, meine Klappe mal wieder zu weit auf gemacht. Sport stand plötzlich auf der Agenda. Nachdem ich dann für mich völlig überraschend es geschafft habe ohne Vorbereitung 50min am Stück zu laufen, habe ich mich gefragt wozu ich wohl noch in der Lage wäre. So hatte es sich dann nach einem kleineren weiteren Gespräch entwickelt, dass ich nun eine Online-Leidensgenossin habe. Bisher ist es so, dass wir uns vorgenommen haben 5x die Woche Sport zu machen. Nicht immer zusammen. Nicht immer das Gleiche. Doch steht nun Sport auf dem Tagesplan. Wer nicht morgens gehen kann, muss halt abends ran.
Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich im Moment abends recht viel Zeit habe. Allerdings nur so lange, bis meine Tochter wieder aus den Ferien da ist. Dann wird sich der Sport zwangsläufig in den Morgen verlagern, da ich sie sonst abends alleine lassen müsste. Diese Vorstellung sagt mir noch nicht so zu.

Ich bin jemand, dem sehr schnell beuim Sport langweilig wird. Immer nur ins Fitnessstudio zu gehen und da immer wieder den gleichen Ablauf runterzuspulen ist nicht so meins. Lieber nutze ich abwechselnde Möglichkeiten. So war zum Beispiel Montag Laufen dran. Dienstag wollte ich dann eine Fahrradtour machen. Die ist dann aber leider wegen zu schlechtem Wetter ausgefallen. Stattdessen ging es dafür dann ins Schwimmbad. Mittwoch dann endlich Fahrradtour? Denkste.
Es war zwar trocken, doch auch sehr windig. Das an sich ist ja nicht das Problem, Problem war eher, dass der Wind mein Fahrrad umgeworfen hatte und dabei mein Vorderlicht kaputtgegangen ist. Und auf kilometerweise dunkle Waldwege ohne Licht hatte ich nun nicht so wirklich große Lust. Also wurde doch nochmal gelaufen.

Gestern Abend habe ich mal kurz zusammengerechnet, wie viel Bewegung das in den letzten drei Tagen war:
90min laufen.
2100m schwimmen.
Da habe ich selbst auch erstmal gestaunt.

Gerade die Schwimmstrecke hat mich persönlich sehr, sehr überrascht. Es ging mit ordentlich Muskelkater vom Vortag in die Schwimmhalle und ich hatte mir 20 Bahnen (a 50m) vorgenommen. Meiner Einschätzung nach war das schon ordentlich. Ich rechnete, dass 10 ganz gut machbar wären und es danach echt ein Kampf werden würden. Per WhatsApp kam dann dazu nur „Na kommt, 30 schaffste. Wahrscheinlich eher mehr.“
Na toll. Da war er wieder der Ehrgeiz.
10 Bahnen waren relativ gut zu schwimmen, 15 gingen auch noch ganz gut. 20, 23, 25 machbar.Dann kam er der Psychoantrieb.
Ich hatte einen Großteil die Zahl 42 im Sinn, Warum ist schnell erzählt.

Gedanklich schrieb ich bereits einen Blogartikel über den Schwimmbadbesuch. Darin kam es dann vor. dass die Zahl 42 zwar nicht die Antwort auf alle Fragen ist, sondern nur auf die Anzahl der geschwommenen Bahnen. In meinen Gedanken klang das natürlich bereits alles wesentlich durchdachter und besser formuliert. ZUmal einfach auch die Anzahl deutlich über den von aussen geforderten 30 lag. Immer mal wieder der Blick auf die Uhr. Ich hatte insgesamt ca. 100min Zeit für das Schwimmen, da die Schwimmhalle um 21:00 Uhr zu macht. war ja natürlich erst wieder abends gegangen. Bahn 30. DU hast noch Energie woher die auf kommt. Scheiß drauf. Wenn du nun Gas gibst, kann das mit 40 vielleicht noch was werden. Du hast nur noch wenige Minuten.
Im Schnitt brauchte ich so 2-3 Minuten für 50m. Also Zeitdruck war angesagt.

1std 34min 43sek. BÄÄÄM! Bahn 42 fertig.
Ich blieb am Beckenrand liegen. Wollte nie wieder aufstehen. Doch ich hatte es geschafft. 2100m. Am Stück. Ich war stolz auf mich.

Man muss dazu sagen, dass ich die letzten Jahre so gut wie kein Sport gemacht habe. Zudem ist meine Figur alles andere als stromlinienförmig. Eher mit potenzieller Kuschelmasse. 106 kg bei 182cm Körpergröße ist weit entfernt von Normalgewicht. Dementsprechend anstrengend ist das Ganze auch.
Um so faszinierender finde ich es, dass es scheinbar eine Höchstleistung des Willens ist. Der Körper ist seinerseits kaum bis gar nicht auf solche Aktivitäten vorbereitet. Vorher war ich selten in der Lage mich länger als ein paar Minuten anzustrengen. Doch auf ein mal geht es. Warum? Keine Ahnung. Aber das darf gerne so weiter gehen.
Lustigerweise begann das Ganze am 02.01.2017. Aus einem Gespräch heraus. Nicht als Vorsatz für das neue Jahr.
Doch so langsam werde ich neugierig, was mein Körper noch zu leisten in der Lage ist. Ich denke, ich werde es in den nächsten Tagen herausfinden.

Noch ganz kurz etwas zur Operation Donnerfaust:
Vorhaben brauchen ja immer irgendwelche Bezeichnungen. Dazu hab ich mir diese Bezeichnung einfach ausgedacht. Passt auch ganz gut um das als Hashtag zu verwenden und dazu zu twittern.
Da ich natürlich nicht nur meinem Muskelkater hinterher laufem will, hab ich mir überlegt: Es gibt bald den ersten Belohnungstitel. Aber erst wenn man 7 Tage Sport hinter sich hat.
Nun strebe ich dem Schweinehundherausforderer entgegen. Klingt bescheuert, weiß ich auch. Das Ganze soll aber schließlich auch lustig sein und Spaß machen.

Heute bin ich wie gesagt ein Stückchen unterwegs. Meine heutige Herausforderung wird sein: Motivation am späten Abend finden, um dann noch Laufen zu gehen. zumindest mal 30min.
….und wer will schließlich kein Schweinehundherausforderer sein? *grinst*

Nun denn also:
BÄÄÄM! Machen.

Gruß Jan

PS: Gibts vielleicht sogar ein paar Leser die sich in einer ähnlichen Phase befinden? Würde mich freuen von euch zu hören.

PSS: ICh habe mich entschlossen ab nächster Woche nur noch die Sonntagsartikel in demn sozialen Netzwerken zu teilen. Diese werden aher allgemeinere Themen umfassen. Wer mich weiter leiden sehen will, muss dann eben regelmäßig wieder kommen, oder den Blog abonnieren. (oben rechts) 😉

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2 Comments

  1. Wow – Respekt. Von Null auf Hundert solch Leistung. Ich schaffs nichtmal nach nem halben Jahr Intervall-Training 30 Minuten durch zu joggen 😉

    Ich faste zZ – als „Startpunkt“ für meine Abnahme: von 90 Kilo runter auf 65 – 63 Kilo – das ist als Frau und bei 170cm vertretbar. Das Fasten dient als Reset 🙂

    • Dienstag Morgen war aufstehen ne ganz blöde Idee. Da ging nur noch aus dem Bett rollen *lach*

      Mit dem Laufen angefangene hab ich eigentlich völlig harmlos. Ab und zu mal ne kleine Strecke zu einem etwas entfernten Supermarkt. Da geht man glaube ich so 25min.

      Das endete dann mit 18min Laufzeit und 4 Tagen Muskelkater xD

      Woher im Moment die Leistungen kommen weiß ich selbst auch noch nicht. Aber bleiben dürfen die noch n wenig xD
      Wichtig ist glaube ich auch das konstante dranbleiben. Das tatsächliche machen. Im Ausreden finden bin ich selbst nämlich auch Weltmeister 😉

      Danke für deinen Kommentar und viel Spass und Erfolg bei deinem Vorhaben.

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