Freundschaft und der Morgen danach

Samstag Abends läuft eine kleine Wohnzimmer-Party bei einem deiner Bekannten und es wird geredet, getrunken, gelacht und getanzt. Irgendwann im späteren Verlauf stellt sich dann die Frage, ob man die Party verlassen möchte um nach Hause zu kommen. Ich persönlich bin oft jemand der leider oft die Party verlassen muss, da ich Sonntags oft leider ausgebucht bin, aber wenn ich die Chance habe zu bleiben mache ich das.
Nicht, weil ich dadurch sowieso meine Freunde, die ich viel zu selten sehen kann, sehe. Sondern auch weil der Morgen nach solchen Feiern etwas ganz Besonderes ist.

Mir selbst, ist diese Tatsache nach einem netten Zusammensitzen mit meinem besten Freund aufgefallen. Wir hatten uns eines Abends mal zu dritt nett zusammen gesetzt um einen Abend nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Wir haben alle deutlich weniger getrunken als alle erwartet haben, aber das spielte keine Rolle. Hatte außerdem den Vorteil, das wir am nächsten Morgen keinen Kater hatten.
Leider hatte uns einer von beiden noch in der gleichen Nacht wieder verlassen, doch am folgenden Morgen war eine ganz, wie schon öfter erlebt, tolle Stimmung.

Man(n) saß völlig ungeschminkt beim Frühstück zusammen, die Haare chaotisch, die Augen noch halb zu und die Stimme noch brummelig. Vielleicht hätte man doch noch ein paar Stunden die Chance nutzen sollen zu schlafen. Wenn man meint, dass dies eine Chance ist wo man schnell in Streit geraten kann, irrt.
Vorausgesetzt man hat nicht einen totalen Morgenmuffel da sitzen.

Es wurde über den letzten Abend geredet. Über den Unterschied zwischen Vorhaben und Realität und irgendwann streifen die Gedanken ab zu anderen Themen. Zu gemeinsamen Projekten die angegangen werden könnten. Was daraus alles erwachsen kann. Für mich die perfekte Kombination aus gemeinsamer Vergangenheit und Zukunftsträumen.
Auch bei einer größeren Gruppe bin ich mir sicher, dass dieses funktioniert. Da wird sich wahrscheinlich als Themen eher die nächste Feier herausstellen, oder eine gemeinsame Veranstaltung. Aber auch das ist etwas, was eine Freundschaft fördert. Sowohl eine bestehende als auch eine sich anbahnende.

Ich bin davon überzeugt, dass das was eine langfristige Freundschaft ausmacht, gemeinsame Erlebnisse sind. Das man einen Teil des Lebensweges zusammen beschreitet.
Gerade auch die positiven Treffen sind ein wichtiger Bestandteil. Bei gemeinsamen Feiern hat man sich dann noch lange etwas über einen bestimmten Abend zu erzählen.
Wie bei mir, wo ein Abend morgens um fünf endete, um sieben gab es Frühstück und um acht Uhr waren wieder alle da, wo sie hingehörten. Auch wenn es bedeutete, dann auf der Arbeit zu sein.

Über diesen Abend schmunzeln wir noch nach Jahren. Zum Glück konnte man den Weg zur Arbeit laufen.

Hast Du selbst etwas ähnliches erlebt?
Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Gehabt euch wohl,
Gruß Jan

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2 Comments

  1. Hallo,
    solche Situationen erlebe ich regelmäßig da ich öfter mal über das Wochenende bei Freunden bin, die überall in Deutschland verstreut leben. Dazu muss ich sagen, dass es allerdings eher mit Freunden geschieht, die noch nicht ihre eigene Familie gegründet haben – ich glaube, dann würde das Frühstück früher stattfinden und es würde mehr auf die Kinder eingegangen werden ^^
    Dieses Jahr zum Chaos Communication Congress wird wieder ein Freund von mir bei mir übernachten und wir werden die Zeit auch nutzen, um uns beim Frühstück auszutauschen. Das tut echt gut 🙂
    Ich liebe allgemein den Austausch mit Menschen und lasse mich auch sehr gerne inspirieren 🙂

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