Nachts im Museum – #lndmHH 2016

Am 09. April 2016 fand in Hamburg wieder die Lange Nacht der Museen statt. 60 große und kleine Museen die zwischen 18:00 und 02:00 Uhr ihre Tore für die Besucher öffneten. Wobei, so ganz stimmte das nun auch wieder nicht. Im Kl!ck-Kindermuseum war ab 20:00 kein Einlass mehr für „die Großen“, denn bei der „Langen Nacht für die Kurzen“ stand eine Übernachtung im Museum an.

Zumindest eine Location die für uns als Erwachsene rausfiel, aber noch 59 weitere Optionen
Wohin sollte es also gehen?

Das Programmheft durchgeblättert und einige Highlights rausgesucht. Dialog im Stillen, Hamburger Kunsthalle, Kaffeemuseum. Klang alles interessant und spannend, doch es gab eine Überlegung die uns davon abhielt diese Sachen zu besuchen:
Wir waren nicht allein unterwegs.

Aus der Erfahrung von vor 2 Jahren wussten wir, dass die „klassischen“ Highlights wahrscheinlich völlig überlaufen sein würden.

Nachdem ich dann Samstags vorher erst noch arbeiten musste, wurde sich am Hauptbahnhof getroffen. Wir hatten noch bis 18:00 Zeit, also wurde erstmal auf der Spitaler Str. langsam Richtung Rathaus gebummelt. Dies war nämlich unser erster Anlaufpunkt und nachfolgend war noch Nichts geplant.

Kurios gings dann direkt um 18:00 los, als wir direkt vor dem Rathaus 2 Karten kauften, inklusive Schwarzmarktfeeling.

Braucht ihr Zwei Karten? Von unserer Gruppe sind nicht alle gekommen und ich hab noch 2 übrig.

Wirklich vertrauenserweckend wirkte sie nicht. Sie stand direkt vor dem Rathaus und versicherte uns mehrfach, dass sie gefragt habe, ob Sie die Karten weiterverkaufen dürfte. Immer wieder deutete sie auf das Tickethäuschen. Wir griffen zu. Einerseits weil wir keine Lust hatten anzustehen, andererseits weil es der offizielle Ticketpreis war. Nachdem wir nach Vorzeigen der Tickets nicht nur ins Rathaus rein kamen, sondern auch noch die offizielle Broschüre bekamen, waren wir uns dann sicher: Die Tickets sind echt.

Also dann, rein ins Hamburger Rathaus

Nachdem wir dort, bei ein wenig lateinamerikanischer Musik, das Gebäude erkundeten bekamen wir gegen kurz nach 19:00 von @FreibeuterHH bereits die Nachricht „Dialog im Stillen ausverkauft.“
Also die richtige Entscheidung, nicht diesen Hotspot mitzunehmen. Denn wir wollten uns einfach durch die Hamburger Nacht treiben lassen. Stressfrei versteht sich.

Über Jungfernstieg und durch die SBahn gings dann zu den Landungsbrücken und zur Rickmer Rickmers
Direkt an Bord wurden wir von einer piratigen Dame begrüßt, die uns darauf hinwies, dass aktuell eine Rallye lief bei der man als Hauptgewinn eine Gruppenkarte für Hidden in Hamburg gewinnen konnte. Nachdem aber auf dem Schiff schon ordentlich was los war, haben wir uns das nach kurzer Zeit geklemmt und haben ohne großartiges Suchen das Schiff und die dortige Ausstellung besucht.

Nachdem wir dann wieder von Bord gegangen waren zog es uns Richtung Speicherstadt, da dort auch noch einige Museen waren die uns interessierten. Doch so weit kamen wir gar nicht. Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich @WWecker vor uns auf, die ich für die Dame halte, welche am Besten über Hamburgs Museen informiert ist. Dies- und Jenseits der Elbe.
Nachdem sie uns verraten hatte, das es am Hafenmuseum gut was zu futtern gibt und dorthin eine Barkasse fahren würde, war unser nächstes Ziel schnell klar. Zumal das Shuttle eh gerade noch vor Ort war und man nicht lange auf das Ablegen warten musste.
Barkassen-Fahrten sind ja so eine Sache für sich. Ja es schaukelt, ja es ist kühl und windig. Aber habt ihr schon mal etwas von einer Elektro-hydraulischen Bananenbiegemaschine gehört?
Nicht, dann aber rein in die Barkasse.

Barkassen-Shuttle & Hafenmuseum

Guter selbstgemachter(!) Kartoffelsalat, Thüringer die so schnell weg waren, dass man doch relativ lange drauf warten musste und Whiskey-Verkostung. Was will der Körper mehr?
Kultur? Klar, Kultur gab es im Hafenmuseum auch. Neben der Ausstellung dort wurde auch ein Schauspiel aufgeführt, welches die Zuschauer mitnahm in die Ferne und in die Sehnsucht der Seeleute zur Seefahrt.
Kurz danach erreichte mich dann dieser Tweet:

Zurück ging es dann durch den mittlerweile nächtlichen Hafen, diesmal dann tatsächlich zur Speicherstadt.

Und natürlich habe wir uns dort auf dem Weg zum nächsten Museum mal wieder verlaufen. Aber das Schöne ist ja bei solchen Veranstaltungen: Man kann immer jemanden fragen. Denn gefühlt war halb Hamburg zwischen 20 und 50 in dieser Nacht unterwegs.

Weiter gings im deutschen Zollmuseum

Spannend war nicht nur wie sich das Zollwesen langsam nach und nach entwickelt hatte, sondern auch der Wettkampf zwischen Zoll und Schmugglern. Wer wissen möchte wie kreativ die Einfälle teilweise waren, kann sich die dort gerne ansehen. Es ist ein recht kleines Museum, die dort geschilderten Fälle allerdings sind sehr spannend. Oder wusstest ihr wie viel Kokain man in einem Motor schmuggeln kann? Ich vorher auch nicht.

Nach einigem weiteren Herumirren standen wir dann mitten in der Nacht noch vor dem Maritimen Museeum
Maritimes Museum,

Wir wollten uns das „mal eben noch kurz anschauen“. Pustekuchen. 10 Etagen voll mit allem rund um die Seefahrt. „Mal eben“ ist da keine Option.
Da wir auf der Museumsnacht waren wegen der Atmosphäre, die den Alltag ein wenig in den Hintergrund rücken lassen sollte, waren wir recht schnell im Museum unterwegs. Relativ schnell hieß aber auch: Als wir die Türen hinter uns ließen hatten wir 0:30 Uhr.

Als letztes ging es dann für uns zurück zum Baumwall und für mich endete dann die Lange Nacht der Museen 2016 mit einem letzten Tweet um 00:43 Uhr

Fazit:
Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Das Wetter hat erfreulicherweise gut mitgespielt und die von uns ausgewählten Locations haben zu dem gepasst was wir uns vorstellten.
Wir waren gar nicht so sehr aus auf Bildung, sondern eher darauf den besonderen Charme und das Flair genießen zu können, welches Museen umgibt.
Leider konnte ich am folgenden Tag nicht noch mehr Museen besuchen, da ich zur Teilnahme an einem verkaufsoffenen Sonntag gebeten wurde. Und wer kann seinem Arbeitgeber diesen Wunsch schon abschlagen.

Ansonsten hoffe ich beim nächsten Mal wieder dabei sein zu können und ganz liebe Grüße gehen auch an die Twitterati die unter #lndmHH mitgetwittert haben und zeigten was man in den nächsten Jahren noch alles entdecken kann.

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2 Comments

  1. Lieber Jan,

    besten Dank für den wunderbaren Blogbeitrag! Ich fühle mich sehr geehrt. Aber ich sehe schon, Ihr habt Euch eine wunderbare Route ausgesucht, alles prima Museen! 🙂

    Viele Grüße
    Wera

    • Ehre wem Ehre gebührt 😉

      Die Route kam primär zustande weil wir Hotspots umgehen wollten und nicht all zu weit laufen. Und für die typischen Hamburger sind diese Museen eh schon oft besucht worden. Von daher hatten wir so eine schöne entspannte Nacht.

      Gruß Jan

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