„Nein.“ – Das machtvolle Wort aus der Kindheit

Als Thema heute nun also Vergessen und Erinnern. Gut, womit wollte ich diesen Artikel nochmal anfangen? Naja da sind wir dann wohl direkt schon beim Thema ­čśë
Tats├Ąchlich will sich der Gedanke nicht wieder hervortrauen. Was ich aber noch wei├č: Ich wollte ├╝ber „Nein.“ schreiben.

Kinder lieben dieses Wort.
„K├Ânntest du bitte?“ „Nein.“
Es zeigt die Macht die ein einzelnes Wort haben kann. Es dr├╝ckt einen Willen bzw. Unwillen aus und ist kurz und knackig. L├Ąsst sich leicht sprechen.
Spannend allerdings ist, dass wir es mit zunehmendem Alter immer weiter vergessen. Gerade wenn es um einen selbst geht.

Immer wieder erlebe ich es, dass unterschiedlichste Menschen klagen. Dar├╝ber, dass sie keine Zeit mehr haben. ├ťberfordert sind. Nicht mehr wissen wie sie alle Dinge geregelt bekommen sollen. Du w├╝rdest ├╝berrascht sein, wie einfach und schnell du deine Situation verbessern k├Ânntest. Mit einem einfachen „Nein.“

Geh mal, mach mal, bring mal, hol mal, halt mal.
Es entsteht der Eindruck, man w├╝rde zunehmend das Wort abgew├Âhnt bekommen. Es wird ein schlechtes Gef├╝hl vermittelt, wenn man jemand anderem einen Wunsch abschl├Ągt oder einen Gefallen ablehnt. Dabei macht es durchaus Sinn mal „Nein“ zu sagen. Wir vergessen, dass wir auch f├╝r uns selbst da sein m├╝ssen.

Versteht mich nicht falsch, man soll nun nicht zu jedem und allem Nein sagen. Doch wenn man die Wahl hat, dann macht es doch. Die Wahl hat man ├╝brigens deutlich ├Âfter als man glaubt.

Ich vertreten den Ansatz des gesunden Egoismus.
Hei├čt f├╝r mich: Ich kann mich nur gut um andere k├╝mmern, wenn es mir selbst gut geht.

Jeder Mensch hat Phasen in denen es einem nicht gut geht. Dann muss man auch mal das Recht haben sich zur├╝ck zu ziehen. Sich ein wenig Freiraum zu schaffen. Selbst dann erinnern sich manche noch nicht an das „Nein.“. Weil sie es mittlerweile vergessen haben. Die Option vergessen haben Nein sagen zu k├Ânnen.

Dabei sollte man sich allerdings bewusst sein, welche Folgen diese Aussage hat. Man kann damit sehr gut den Gegen├╝ber vor den Kopf sto├čen. Daher ist es sinnvoll neben der eigenen Entscheidung, auch die Gr├╝nde daf├╝r ausdr├╝cken zu k├Ânnen.

Ich sage nicht Nein, weil ich Angst vor den Reaktionen habe.
Wer Nein sagt, sollte vorher reichlich ├╝berlegt haben was f├╝r Auswirkungen hat. Denn Wenn man zuerst Nein sagt und hinterher dann doch Ja, der entwertet das Nein. Es wird wertlos, denn „die ├╝berlegt sich das doch eh nochmal anders. Darauf brauch ich nicht h├Âren. Einfach weiter machen wie bisher.
Wenn du Nein sagst, dann meine auch Nein.

„Du kommst doch sicherlich auch zu Maries Party..“
„Nein.“

Im ersten Moment wird das wahrscheinlich die Freunde ├╝berraschen, immerhin warst du bisher immer als erstes bei den Partys dabei. Was sie dabei aber nicht gesehen haben: Die Klamotten fliegen in der Wohnung rum, das Studium d├╝rfte auch mal wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen und mehr Schlaf w├Ąre eh eine gute Idee wenn man am Folgetag eine wichtige Klausur schreiben muss.

Auch zu Freundschaften darf man nein sagen. Das klingt im ersten Moment nun ein wenig hart, doch macht es tats├Ąchlich Sinn. Wenn man feststellt, dass eine Freundschaft einem nicht gut tut darf man, sollte man auch dazu nein sagen. Das kann nat├╝rlich das eigenen Leben auf den Kopf stellen, doch das zeigt nur wie machtvoll das Wort ist.
Um so unverst├Ąndlicher, dass es mittlerweile so selten genutzt wird. Genutzt wird um Freiraum zu schaffen den man ben├Âtigt.

Wenn man sich durch R├╝ckzug Freiraum schafft, so sollte es eine Gruppe von Personen geben die daf├╝r Verst├Ąndnis haben. Freunde.
Gerade diese Menschen, die einen sehr gut kennen haben tats├Ąchlich meist auch dieses n├Âtige Verst├Ąndnis daf├╝r. Denn sie wissen wie es um dich steht.
Ansonsten, einfach mal im vorherigen Absatz schauen.

Fassen wir also zusammen:
Oft wird vergessen, dass man die Option der Ablehnung tats├Ąchlich hat. Meist erinnert man sich daran erst wenn es f├╝r Pr├Ąvention von Stress bereits zu sp├Ąt ist.
Daher ├Âfter mal Freiraum schaffen durch ein kurzes „Nein.“.

„…und nun? Willst du den Artikel nicht noch perfekt durchstylen, damit er m├Âglichst viele Leser bekommt?

„Nein.“ ­čśë

Wir lesen uns Donnerstag um 18:00.
Gehabt euch wohl.

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